Donauradwanderweg von Passau nach Wien

Der erste Tag - Vorbereitung in Passau.

Der Radwanderweg von Passau nach Wien hat schon seit längerer Zeit die Aufmerksamkeit von Andreas und mir geweckt. Immer wieder diese Radtour verschoben, haben wir uns dann auf den Termin zu Pfingsten 2006 geeinigt. Die Wetteraussichten in der Woche zuvor waren sehr viel versprechend und wir voller Hoffnung, dass es auch so aushalten würde. Schon etwas aufgeregt zum Pfingstwochenende packten wir unsere Sachen am Samstag ins Auto und fuhren gegen Mittag im Sonnenschein richtig gut motiviert nach Passau.

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Abfahrt in Plauen - noch voller Erwartung!

Bei der dreistündigen Autobahnfahrt hatten wir noch die Gelegenheit einige Details unseres Vorhabens gedanklich durch zugehen und gemeinsam zu besprechen. Dies beschränkte sich aber mehr auf technische Einzelheiten, wie z.B. das Erreichen einer möglichst hohen Durchschnittsgeschwindigkeit. Nachmittags in Passau angekommen blieb noch genug Zeit eine geeignete Unterkunft zu suchen, einen kleinen Stadtbummel zu machen, ein kleines Stück der Strecke vorab zu erkunden und das allerwichtigste, noch mal deftig Essen zu gehen. Blick über die Donau zum Zentrum von Passau.

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Auf dem Parkplatz unserer Pansion. Mit Fahrradkeller (links)!

Danach bereiteten wir unsere Ausrüstung dann für die 300km lange Fahrt neben der Donau entlang vor, so dass wir nur noch nach dem Frühstück los fahren mussten. Das mussten wir aber noch mit der Wirtin klären, weil so früh wie wir frühstücken wollten noch kein Tisch gedeckt gewesen wäre.

Unser Plan - Tourdaten im Focus.

Der Radwanderweg von Passau nach Wien erstreckt sich neben der Donau auf eine Entfernung von ca. 300km. Wir planten diese Strecke an einem Tag zurück zu legen. Das Ziel vielleicht etwas hoch gesteckt aber in Anbetracht der Höhenmeter schaffbar. Um dieses Ziel zu erreichen sollte der Start morgens um 6:00 Uhr stattfinden, um dann zwischen 18:00 und 19:00 in Wien einzufahren. Leider - wegen der Sehenswürdigkeiten und der tollen Stadt- direkt zum Wiener Bahnhof und mit dem Zug wieder zurück in Richtung Passau zur Unterkunft.

Der Startschuss.

Schon beim Schlafen bemerkten wir, dass es draußen begonnen hatte zu regnen. Das beunruhigte uns erst mal wenig, weil wir schon öfters im Regen irgendwelche Touren mit dem Rad starteten. Als wir dann gegen 5:00 Uhr aufstanden regnete es immer noch und auch sonst war es draußen nicht sonderlich angenehm mit 12 Grad Außentemperatur und schlechter Sicht. Auf unser Frühstück mussten wir wegen der fehlenden Brötchen auch noch bis 6:00 Uhr warten. Somit war auch automatisch der Start verschoben, da doch die Brötchen ein Teil unseres Proviants sein sollten.

Schließlich starteten wir dann gegen 6:45 im Regen, bei unangenehmen 12 Grad und mit reichlich Verspätung.

Andreas im Regen und neben der Donau. Ich im Regen und neben der Donau Bei den ersten ca. 30 km, die auch zur Erwärmung dienen sollten, checkten wir unseren Puls und versuchten uns langsam der geplanten Durchschnittgeschwindigkeit zu nähern, was Aufgrund der relativ dünn beschilderten und verwinkelten Strecke uns ziemlich schwierig erschien. Jedenfalls lagen wir dann bis zur ersten Fährübersetzung ca. 8:30 ganz gut im Rennen. An der Fähranlegestelle angekommen klingelten wir nach dem Fährmann und bekamen gleich 30 min Pause aufs Auge gedrückt, weil der gute Mann noch im Bett lag und keinen so richtigen Antrieb verspürte aufzustehen.

Warten auf den Fährmann.

Diese Zwangspause nutzen wir, um die zurückgelegte Streck noch mal Revue passieren zu lassen. Diese war bis dahin nämlich landschaftlich sehr eindrucksvoll, wie z.B. der riesige Fluss sich zwischen den Bergen hindurch schlängelte. - Um das noch mehr zu genießen war vom Wetter abgesehen die Zeit viel zu kurz.

Auf der anderen (rechten) Seite endlich angekommen fuhren wir dann diese Strecke bis Linz. Wenn man diesen Abschnitt mit dem beschilderten Radwanderweg vergleicht fällt auf, dass wir diesen eigentlich gar nicht gefahren waren bzw. einige Male davon abgekommen sein mussten. Bei etwa 90 km (Uhr 10:45) führten wir kurz vor Linz unsere erste planmäßige Pause durch, um uns wieder zu stärken. Zu diesem Zeitpunkt trübte der unaufhörliche Regen beträchtlich unsere Hoffnung. Mit unserer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27km/h lagen wir etwas von der geplanten zurück, was dem ehrgeizigen Zeitplan gefährlich werden konnte. Ein paar mal in Linz verfahren (mangels deutlicher Ausschilderung, ca 1 Std. eingebußt ) - weil wir keinen fahrradtauglichen Radübergang über die Donau gefunden haben - sind wir dann bis ca. 12:45 (etwa 130km) auf der linken Seite der Donau bis zu unserer nächsten Pause gefahren. Wie sollte es anders sein, war auch dieser Abschnitt nicht vollständig auf dem Radwanderweg zurück gelegt. Wenigstens das Wetter schien etwas besser zu werden. Zwischenzeitlich hörte es immer wieder auf zu regnen und auch die Sonne war manchmal wieder im Spiel, so dass es unter der Regenkleidung ziemlich warm und muffig geworden ist.

Kleine Rast bei einer kurzen Regenunterbrechung.

Fahrt nach Durlach.

Wir freuten uns sehr darüber, dass gerade die Sonne schien und wir unsere muffigen Regensachen endlich ablegen konnten. Diese paar Sonnenstrahlen gaben neue Hoffnung unser Ziel Wien doch noch zu erreichen, wenn auch verspätet. Es sollte aber nicht lange dauern, schon hat sich das Wetter wieder geändert, und wir mussten die Regenklamotten wieder drüber ziehen. So fuhren wir dann in einem sehr raschen Tempo von knapp über 30 km/h auf der linken Seite der Donau, wenn auch nicht immer direkt neben ihr. Plötzlich ging ein wolkenbruchartiger Regenschauer nieder, der sich ab und zu mit ein paar Hagelkörnern und etwas Gewitter paarte. Da wir kaum noch vor lauter Wasser den Radweg sehen konnten und wir völlig durchnässt waren fühlten wir uns in Durlach gezwungen eine größere Rast einzulegen. Hier konnten wir bei einem guten Stück Apfelstrudel unserer Lage besprechen. Wir rasteten ca. 45 min und es hat überhaupt nicht aufgehört zu regnen und um unsere Füße bildeten sich größere Pfützen. Genervt vom Wetter, Unterkühlt und auch etwas schlapp beschlossen wir unsere Tour hier in Durlach, nach ca. 160 km und effektiv 6 Stunden Fahrt, zu beenden, um mit dem Zug wieder nach Passau zurück zu fahren. Diese 160 Km Strecke entlang der Donau hatten ungefähr 351 Höhenmeter hergegeben, welche wir bei extrem schlechten Bedingungen mit 27 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit fuhren.

Heimfahrt - Zurück, trocken und angenehm warm

Zum Glück hatte Durlach einen Bahnhof, und den auch noch gegenüber unserer Gaststätte, in der wir rasteten. Aber leider war unser Zug gerade erst abgefahren und der nächste fuhr in ca. 40 min - Warten, warten… Der erste Abschnitt der Zugverbindung ging von Durlach nach Linz.

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Erstmal trockene Sachen angezogen … … und dann was zum Aufwärmen.

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Vielleicht ja noch mal im nächsten Jahr?

Dort mussten wir umsteigen, hatten ca. 1 Stunde Aufenthalt und konnten dann „nonstop“ bis Passau durchfahren. In Passau angekommen setzten wir uns noch mal auf die Räder und fuhren ca. 8 km in die Pension zurück. Da wir unser Ziel nicht erreichten und es eigentlich auch noch nicht so richtig spät war packten wir alles wieder zurück ins Auto und fuhren noch in der Nacht nach Hause, ins Vogtland.

 
galerie/passau_wien_2006.txt · Zuletzt geändert: 2013/04/17 10:19 (Externe Bearbeitung) · [Ältere Versionen]
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